Heilfasten

Wenn der Körper von einer Ernährung von außen auf eine Ernährung von innen umstellt

Verzicht nimmt nicht. Verzicht gibt. – die Erfahrung von Fastenden ist häufig dieselbe. Während einer Nahrungskarenz über einen längeren Zeitraum, wird dem Körper nicht etwa Energie geraubt, sondern vielmehr gegeben. Viele Fastende berichten über eine zunehmende, körperliche Leistungsfähigkeit und über eine Rückkehr zu sich selbst während ihrer Fastenkur.
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Was macht Heilfasten mit unserem Körper und welche Vorteile bringt es?

Unser Organismus ist aus evolutionsbedingter Sicht auf längere Nahrungspausen programmiert und trägt daher keinen Schaden davon. Vielmehr hat er es sich zur Fähigkeit gemacht Energie zu speichern, um bei einem andauernden Defizit aus seinen Reserven zu zehren. Wie macht er das?

Fasten ist eine Art Müllrecyclingmechanismus unserer Körperzellen. Dabei funktioniert dieses System besonders gut, wenn kein Insulin ausgeschüttet wird, also kein „Fettnachschub“ kommt. Wenn der Körper dementsprechend einer längeren Fastenperiode unterzogen wird, werden Erneuerungsprozesse angekurbelt und der Zellmüll kann abgebaut werden. Zu Beginn des Fastens werden die Glukogenspeicher der Leber geleert und Aminosäuren in Glucose umgewandelt, um den Körper weiterhin mit Energie zu versorgen. In weiterer Folge tritt die Fettverbrennung ein und unser Organismus baut Fett in Form von Ketonkörpern ab.
Fastenrituale- Zoom

Fastenrituale

Vor Beginn einer Fastenkur ist es empfehlenswert 1-2 Entlastungstage einzubauen, um den Körper gut auf die Umstellung vorzubereiten. Dabei wird auf eine leicht verdauliche und kalorienarme Kost gesetzt. Gedünstetes Gemüse oder pürierte Suppen bieten sich an. 

Als Einstieg der Fastenwoche wird eine Darmreinigung durchgeführt. Diese dient dazu das Hungergefühl zu mindern und trägt zum allgemeinen Wohlgefühl des Fastenden bei. 

Am Ende der Fastenzeit findet das sogenannte Fastenbrechen statt, bei dem erstmalig wieder feste Nahrung zu sich genommen wird. Klassischerweise erfolgt das Fastenbrechen mit einem Apfel und die Nahrungszufuhr wird in den folgenden Tagen mit schonender Kost langsam wiederaufgebaut. 

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Verschiedene Fastenarten

-        Heilfasten nach Buchinger
Diese, am weitesten verbreitete, Fastenart beruht sich auf einer reinen Trinkkur. Neben Wasser und natürlichen Tees werden nur stark verdünnte Obst- und Gemüsesäfte verzehrt. Zusätzlich gibt es einmal pro Tag eine Gemüsesuppe. Um die Speichelbildung anzuregen und achtsames Essen zu praktizieren, werden die Saftportion mit einem Löffel konsumiert. Beim Buchingerfasten wird neben den Fettreserven auch das Muskeleiweiß angegriffen, weshalb ein geführtes Fasten mit einem ausgebildeten Trainer ratsam ist. 

-        F.X.MAYR-Kur
Die F.X.MAYR-Kur beträgt eine Dauer von 3-4 Wochen. Der Fastende nimmt dabei eine Heilkost bestehend aus 3 Semmeln und einem Viertel Liter Milch zu sich. Zusätzlich wird Basenpulver verabreicht, um eine Übersäuerung auszugleichen. Durch die lange Fastenperiode wird der Fettabbau besonders gefördert, allerdings verlangt diese Methode viel Disziplin. 

-        Basenfasten
Das Basenfasten ist eine sanftere Form des Fastens und gut für Einsteiger geeignet. Die Nahrung begrenzt sich auf rein basische Lebensmittel, wie zum Beispiel Gemüse, Kartoffeln, Salaten, Obst und Kräutern. Alkohol, Koffein, sowie tierische Lebensmittel werden während des Heilfastens vollständig weggelassen.

-        Intervallfasten
Wie der Name schon verrät, wird hier in periodischen Zeitabschnitten gefastet. Die Intervalldauer ist hierbei variabel wählbar. Man kann beispielsweise einmal in der Woche für 24 Stunden auf Nahrung verzichten, oder man wählt die 16-8 Methode, bei der 16 Stunden gefastet und 8 Stunden gegessen wird. Das Intervallfasten wirkt sich positiv auf Typ 2 Diabetes-Risiko, sowie auf Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko aus.
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Das wichtigste beim Fasten ist, dass der Körper die entstehenden Giftstoffe auch ausscheiden kann. Dabei spielt die Leber, als zentrales Entgiftungsorgan, eine wesentliche Rolle, da sie die Ausscheidungsorgane wie Lunge, Haut, Darm und Nieren bei ihren Tätigkeiten unterstützt. Deshalb sollte man vor Beginn einer Fastenkur darauf achten, dass diese Organe intakt sind. Wir bei Bona Valetudo wissen ganz genau, worauf es beim Fasten und der Reinigung des Körpers ankommt. Es ist empfehlenswert einen speziellen Plan zu konfigurieren, damit das Fasten auch gut gelingt.

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