Körperliche Folgen eines psychischen Traumas

Über psychische Traumata und daraus resultierende körperliche Spätfolgen wird wenig berichtet. Betroffene sind oft mit der Situation völlig überfordert, und wissen keinen Ausweg. Ob der Tod einer nahestehenden Person, Überfälle, eine lebensbedrohliche Krankheit oder Vergewaltigung, viele Traumata entstehen schon in der Kindheit, der angerichtete Schaden ist groß.
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Ein Gedächtnis für Traumata

Das limbische System in unserem Gehirn ist für die Verarbeitung von Sinneseindrücken zuständig, und hängt dadurch sehr stark mit psychischen Belastungen zusammen. Es kann mit durch ein traumatisierendes Ereignis mit der Einordnung der Situation so überfordert sein, dass diese Eindrücke gespeichert sind, und im sogenannten Trauma Gedächtnis gespeichert bleiben. Die Situation selbst ist nicht das, was krank macht. Es ist der daraus entstehende körperliche und seelische Stress, der sich dann wiederrum auswirkt.
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körperliche Auswirkung

Das Gehirn ist das Steuerungsorgan, der Körper folgt. Warum sollte es dann nicht auch so sein, dass wenn ein Teil des Steuerungsorganes Schaden nimmt, nicht auch die ausführende Gewalt beeinträchtigt ist? Wenn somit im Gehirn Stress entsteht, kann es nicht seine volle Kapazität entfalten, im Körper fehlt diese, und die Auswirkungen werden körperlich spürbar. Ein im Vergleich harmloses Beispiel, wie sich psychischer Stress auf den Körper auswirkt, ist zum Beispiel die anstehende Prüfungssituation oder das erste Date, welche den Puls und den Blutdruck steigen lassen. Jeder kennt vermutlich auch die Situation, dass psychische Belastung in unterschiedlicher Form und Art auch auf Magen und Darm schlagen, sodass der Hunger fern bleibt. Im Körper ist der Sympathikus für das aktivieren des Körpers zuständig, der Parasympathikus zum Entspannen. Stress aktiviert, man gelangt in den Fight or Flight-Modus. Auch Schlafstörungen und chronische Müdigkeit können durch dauerhafte Angespanntheit entstehen.
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prägender Faktor: Kindheit

Erziehung macht einen großen Teil unserer Persönlichkeit aus, das ist vermutlich bekannt. Dysfunktionale Familienverhältnisse, räumliche Trennung von den Eltern oder häusliche Gewalt führen dazu, dass diese Kinder im Erwachsenenalter stress- und schmerzanfälliger sind. das bekannte „Kuschelhormon“ Oxytocin wird durch Erleben von Bindung und Beziehung aktiviert, reduziert Stress und Angst, und wirkt hemmend gegen das Stresshormon Cortisol. Eine zu geringe Bindungserfahrung zieht eine zu geringe Ausreifung der Rezeptoren nach sich, die Oxytocin aufnehmen, die Schmerzschwelle ist aufgrund mangelnder Rezeptoren niedriger. Schmerz wirkt bedrohlicher, die Schmerzwahrnehmung steigt, schmerzbezogene Ängste sind ausgeprägter.
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Was kann ich tun?

Wenn körperlich keine Ursachen gefunden werden können, fällt die Diagnose und Therapie oft schwer. Jedoch kann ein wichtiger Schritt sein, sich einzugestehen, die für sich richtige Art der Psychotherapie auszuprobieren, z.B. Verhaltenstherapie o.ä., um vergangene Traumata bestmöglich zu verarbeiten. Auch der Darm kann eine große Rolle in Bezug auf die Psyche spielen. Ist die Darmflora z.B. durch Antibiotika zerstört, wirkt sich dies Umwandlung von den Botenstoffen für Glücksgefühle aus, im Umkehrschluss auch auf das psychische Wohlbefinden. Eine gesunde Ernährung ist deshalb ein wichtiger Faktor, auch für die Psyche.

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