Stottern ist eine Störung des Redeflusses, welche durch häufige Unterbrechungen des Sprechablaufs, Wiederholungen von Lauten, Silben, Worten und Blockaden gekennzeichnet ist.
Wenn die Worte, wie beim Stottern, förmlich im Hals hängen bleiben, leidet oft das Selbstwertgefühl. Betroffene geraten in Hektik, es kommt zu Schweißausbrüchen und Herzrasen, was die Situation nur mehr verschlimmert. Dabei tritt Stottern im frühkindlichen Alter regelmäßig auf.

Bei fünf Prozent der Kinder zwischen drei und fünf Jahren tritt Stottern auf, wobei sie vorher flüssig gesprochen haben. Meistens ist es aber nur eine vorübergehende Phase. 75 % der Kinder und Jugendlichen überwinden das Stottern ohne Therapie. Bei einem Prozent der Erwachsenen bleibt das Stottern bestehen. Männer sind hierbei zwischen 70 – 80 % häufiger betroffen als Frauen.
Die Ursache hat oft mehrere Gründe.- Zoom

Die Ursache hat oft mehrere Gründe.

Folgende Faktoren spielen höchstwahrscheinlich eine Rolle:
  • Stottern kann genetisch veranlagt sein
  • Eine veränderte Hirnkoordination, speziell der motorischen Areale
  • Ein eingeschränktes auditorisches Feedback des eigenen Sprechens

Das Stottern kann jedoch in Folge durchaus zu einer psychischen Belastung und zum Teufelskreis werden. Die Betroffenen entwickeln vereinzelt Sprechängste, versuchen einzelne Laute oder Worte zu umgehen, bekommen ein Gespür dafür, wenn sie im Sprechen hängen bleiben werden. Das Telefonieren, das freie Reden vor einer Gruppe kann zur Qual werden.  Um aus Blockaden herauszukommen, kann es zusätzlich zu Mitbewegungen im Gesicht oder des ganzen Körpers kommen.  Wichtig ist jedoch auch hier zu wissen: es gibt sehr wohl Phasen des flüssigen Sprechens, ohne Symptome.
Was Eltern tun können- Zoom

Was Eltern tun können

Eltern, deren Kinder stottern, stellen sich meist besorgt folgende Fragen. Wie kann ich mein Kind positiv unterstützen? Habe ich im Alltag etwas falsch gemacht?

Was Eltern tun können:

-          Bringen Sie dem Kind wertschätzende Unterstützung entgegen, indem Sie aufmerksam zuhören.
-          Bieten Sie Worte an und helfen Sie Ihrem Kind in Ruhe seine Gedanken zu ordnen.
-          Vermitteln Sie das Gefühl, dass Ihr Kind normal ist und dass Stottern keine Krankheit darstellt.


Wie wird Stottern behandelt?- Zoom

Wie wird Stottern behandelt?

Auch hier ist wichtig zu sagen, nur manche Kinder benötigen tatsächlich eine Behandlung. Diese Entscheidung sollte jedoch von einer LogopädIn getroffen werden.  Sie sieht, ob ein Leidensdruck oder Vermeidungsverhalten vorliegt. Es kann jedoch auch sein, dass die Kinder und ihre Eltern sehr selbstbewusst und entspannt mit dem Sprechen umgehen, teilweise gar nichts davon bemerken.
In der fachlichen Unterstützung sollte es primär um das Mindern der Angst vor dem Sprechen gehen.  Hierbei können unterschiedliche Methoden positiv unterstützen. Beispielsweise empfiehlt die Homöopathie die Einnahme von Cannabis satvia (Hanf). Dieses Heilmittel ist insbesondere für Kinder geeignet, denen es schwerfällt, ihre Worte in Gedanken zu fassen. Auch Stramonium (Stechapfel) kann Abhilfe verschaffen. Es hilft auch bei Einsamkeit oder Angst in der Dunkelheit.
Hauptsächlich geht es um die Entspannung des gesamten Körpers, um einen entspannten Umgang mit sich selbst und dem Sprechen.

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