Lebendiges Wasser regt die Heilung an

„Wut festhalten ist wie Gift trinken und darauf warten, dass der andere stirbt.“ – Buddha

Wir kennen es alle. Ein aufbrausendes Gefühl, Kontrolllosigkeit, das Empfinden jeden Augenblick zu platzen. Macht sich Wut in unserem Gemüt breit, sind Konflikte vorprogrammiert. Im Job braucht es oft nicht viel, um aus der Ruhe zu geraten. Wie du besser mit Wut umgehen kannst, erfährst du in diesem Blogbeitrag.
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Kontrollverlust löst in uns zunächst Frustration, Wut und Widerstand aus. Wenn wir es nicht schaffen, die Kontrolle zurückzugewinnen, schlägt die Frustration in Hilflosigkeit und Resignation um. Vor allem im Job sind es oft nur Kleinigkeiten, die uns gekonnt aus der Balance werfen. Sei es Überforderung, Rivalitäten, oder das Rausekeln von Mitarbeitern. Diese Ereignisse lösen wahrscheinlich ein Gefühl von Wut in uns aus. Dabei sei gesagt, dass Wut an sich nichts Schlechtes ist, sondern nur ein Gefühl, das uns zeigt, dass etwas schiefläuft oder unsere Grenzen überschritten wurden. Zuviel Wut macht uns jedoch krank und stellt eine nicht zu unterschätzende Belastung für unsere Psyche dar.

Interessant wird es, wenn es in weiterer Folge zu einem Konflikt kommt. Je nach Persönlichkeit gibt es zwei Extremhaltungen wie mit Wut umgegangen werden kann: konfliktscheues oder streitlustiges Verhalten. Keine dieser Arten ist jedoch erstrebenswert, da es durch dieses Verhalten meist nicht zu einer Lösung des Problems kommt. Ein gesundes Mittelmaß ist hier gefragt. Ist man jedoch gerade in Rage, ist eine direkte Konfrontation abzuraten, da es dann oft schwer fällt seine Gefühle zu kontrollieren.
Tipps zum Runterkommen- Zoom

Tipps zum Runterkommen

  • Tief durchatmen und bis zehn zählen
  • Bewegung - baut das Stresshormon Cortisol ab
  • Wasser trinken - Schluckreflex regt Parasympathikus an, lässt Herzfrequenz sinken
  • Eine Nacht darüber schlafen – am nächsten Morgen ist es nur noch halb so schlimm
Selbstschutz vor Ärger- Zoom

Selbstschutz vor Ärger

Ratsam ist es, sich in einigen Selbsthaltungen zu üben, die dabei helfen, gelassener zu sein und Ärger abzuschirmen.
  • Eigenverantwortung
Die Schuld dem anderen in die Schuhe zu schieben mag leichter sein als sich selbst an der Nase zu nehmen, jedoch hilft es nicht bei der Lösung des Problems. Eigenverantwortung zu übernehmen bedeutet auch nachzuspüren und Bedürfnisse bewusst wahrzunehmen.
  • Akzeptanz
Akzeptanz ermöglicht es uns den negativen Emotionen zu entkommen und nicht dem Teufelskreis des Selbstmitleids zu verfallen. Durch Akzeptanz lernen wir Ereignisse anzunehmen, ohne sie zu bewerten.
  • Grenzen ziehen
Um nicht die Wut des Gegenübers aufzusaugen, ist es wichtig eigene Grenzen zu ziehen und sich emotional von der problematischen Situation zu entfernen. Mit klaren Grenzen lässt sich das Problem besser reflektieren und man findet eine Lösung.
  • Aufrichtigkeit
Aufrichtige Menschen sind mit sich selbst im Reinen und lösen ihre Probleme leichter. Ehrlichkeit sollte jedoch nicht mit Naivität verwechselt werden.
  • Selbstwert
Unser Selbstwert besteht aus der Summe aller positiven und negativen Bewertungen, die wir über uns selbst haben. Menschen mit großem Selbstvertrauen fällt es allgemein leichter ihr Leben zu leben.
Was tun, wenn die Wut zu Kopf steigt?- Zoom

Was tun, wenn die Wut zu Kopf steigt?

1.            Durchatmen
2.            Sich selbst und seine Reaktion annehmen - es ist in Ordnung wütend zu sein
3.            die eigenen Gefühle mitteilen
4.            Zuhören - was möchte das Gegenüber von mir?
5.            Sich selbst fragen - Was hat das mit mir zu tun?
IMAGO Dialog- Zoom

IMAGO Dialog

Der IMAGO Dialog ist ein wertschätzendes Werkzeug, um einfach in ein sinnvolles Gespräch zu gehen. Wir möchten dir heute dieses Werkzeug dazu vorstellen. Folge einfach dieser Anweisung:

Sender: ein Punkt, den ich an der Arbeit mit dir schätze, ist...
Empfänger: spiegelt (spiegeln bedeutet genau das zu wiederholen, was der Sender sagt, der Anfang des Satzes lautet: ich höre du sagst…)
Sender: ein Aspekt, der mich in der Zusammenarbeit mit dir wütend macht, ist...
Empfänger: spiegelt
Sender: Was ich tun kann, um einen Schritt in Richtung Gemeinsamkeit zu gehen, ist…
Empfänger: spiegelt
Sender: Du könntest mir dabei helfen, indem...
Empfänger spiegelt
Empfänger: Ich kenne dich und kann verstehen, dass…, weil…
Empfänger: Es macht Sinn, dass du (dich) … fühlst, weil …
Empfänger: Was ich an diesem Dialog mit dir geschätzt habe, ist…
Sender: Was ich an diesem Dialog mit dir geschätzt habe, ist…
Viel Spaß beim Dialogisieren!

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